Lektorat

Wie ein Lektorat deine Buchverkäufe steigert

21. November 2022 |
Britta Manthée |

Ich möchte dir die Lektorin meines Buches „Die Kunst, dein Expertenbuch zu schreiben“ vorstellen: Isabelle Romann. Sie hat nicht nur die Rechtschreibfehler in meinem Manuskript eliminiert, sondern auch inhaltlich zum Feinschliff meines Expertenbuches beigetragen. Ich bin sehr stolz, dass Isabelle dir mit diesem Gastbeitrag genauer erklärt, wie ein Lektorat deine Buchverkäufe steigert und warum sich die Investition in gute Textqualität immer auszahlt:

Du schreibst gerade an deinem Expertenbuch und denkst darüber nach, ob du ein Lektorat wirklich benötigst? Dann möchte ich dir gern in diesem Artikel ein paar Entscheidungshilfen an die Hand geben. 

Doch vorab:

Was versteht man unter einem Lektorat überhaupt?

Ein Lektorat setzt ein, wenn du dein Buchmanuskript vorerst fertiggestellt hast. Ein Paar frische und geschulte Augen setzt sich intensiv mit deinem Text auseinander – und zwar abhängig von deinen Wünschen mit einem sprachlichen oder einem sprachlichen und inhaltlichen Fokus.

Beauftragst du ein rein sprachliches Lektorat bei mir, dann kümmere ich mich als Lektorin beispielsweise um die folgenden Punkte: 

  • korrekte Rechtschreibung, Grammatik und Zeichensetzung
  • richtiger Satzbau
  • korrekte Darstellung von Anführungszeichen, Binde- und Gedankenstrichen etc.
  • einheitliche Schreibweise von Begrifflichkeiten, Fremdwörtern und zusammengesetzten Wortgruppen (auch in Abbildungen)
  • Verständlichkeit deines Textes
  • Augenmerk auf Füllwörter und auf die Häufung vermeidbarer Wortwiederholungen
  • korrektes und einheitliches Gendern, wenn du es möchtest

Und das alles erfolgt nicht nur für das Manuskript selbst, sondern auch für weitere Buchbestandteile wie Titel und Untertitel auf dem Cover, den Buchklappentext, das Impressum, deine Autorenbiografie und gegebenenfalls das Literatur-/Quellenverzeichnis.

Wünschst du dir zusätzlich ein inhaltliches Lektorat, dann kommen unter anderem folgende Tätigkeiten dazu: 

  • Prüfung auf Schlüssigkeit von Struktur und Gliederung 
  • Aufrechterhaltung des „roten Fadens“ 
  • Nachvollziehbarkeit der Argumentation
  • Augenmerk auf geeignete Zielgruppenansprache
  • Prüfung auf präzise und ansprechende Formulierungen der Kapitelüberschriften

Ein Lektorat hat also für dich als Autor:in zunächst den Vorteil, dass du dich um die Detailarbeit zwar schon während des Schreibens kümmern darfst, wenn dir das leichtfällt, doch dies ist nicht zwingend notwendig. Denn jemand, der professionell auf deinen Text schaut, tut dies in der Regel mit gezieltem Blick aufgrund der großen Erfahrung in der Textüberarbeitung. 

Und du wiederum kannst dich erst einmal auf die Inhalte konzentrieren, die du an deine Leserschaft vermitteln möchtest.

Ziel eines Lektorats ist es nicht – denn das ist die Befürchtung mancher Autor:innen –, das ganze Buchkonzept umzuwerfen, den Text neu zu schreiben oder deine Ideen und deine Arbeit respektlos zu behandeln. 

Ein Lektorat ist vielmehr ein professioneller Feinschliff für dein Buchmanuskript. Ein Lektor oder eine Lektorin ist wie ein Testleser mit dem Ziel, dich als Autor:in in bestem Glanz erstrahlen zu lassen. Und ein Lektorat verschafft Sicherheit. Manch eine Kundin hat mir schon bestätigt, dass sie nun beruhigt schlafen kann, wenn sie weiß, dass sie dank eines Lektorats den eigenen Qualitätsanspruch an sich selbst gut erfüllen kann.

Doch was passiert, wenn du auf ein Lektorat verzichtest?

Um diese Frage zu beantworten, hilft es, wenn du dich selbst in die Rolle des Lesers oder der Leserin versetzt. Da du selbst gerade ein Buch schreibst, gehe ich davon aus, dass du auch selbst gern liest.

Frag dich also selbst: Wie ist deine Reaktion, wenn du in einem Buch, das du gerade liest, auffallend viele Fehler findest? Das kann sich ganz simpel auf Rechtschreibfehler beziehen, aber auch auf inhaltliche Unstimmigkeiten.

  • Erfahrungsgemäß verlagert sich deine Aufmerksamkeit weg vom Inhalt des Buches – und sei es inhaltlich noch so grandios – und hin zu möglichen weiteren Fehlern. Die hochwertigen Inhalte verlieren ihre Bühne.
  • Du ärgerst dich, weil die Fehler, die du gerade entdeckt hast, deinen Lesefluss stören. Das kann so weit gehen, dass du das Buch recht schnell zur Seite legst. 
  • Du beginnst, an der Professionalität der Autorin oder des Autors zu zweifeln. Denn wenn es der Person offenbar nicht möglich ist, sorgfältig im eigenen Buch zu arbeiten, wie sieht es dann wohl in einer zukünftigen Zusammenarbeit aus? Du ziehst also im schlimmsten Fall von Fehlern im Buch Rückschlüsse auf die Fähigkeiten und die Arbeitsweise der Verfasserin oder des Verfassers, wenn es um das Kerngeschäft geht. Der Eindruck der Professionalität schwindet. 
  • Im allerschlimmsten Fall stört dich die wahrgenommene Textqualität so sehr, dass du andere Interessierte vor dem Lesen des Buches warnen möchtest – und machst in einer Bewertung, beispielsweise auf Amazon, auf die hohe Fehlerquote in dem Buch aufmerksam.

Und hier kommen wir zu der Ausgangsfrage zurück:

Wie steigert ein Lektorat deine Buchverkäufe?

Expertenbücher verkaufen sich umso besser, je mehr positive Buchrezensionen auf einschlägigen Plattformen wie Amazon zu lesen sind. Umgekehrt gilt jedoch dasselbe: Mehren sich die kritischen Anmerkungen zu formalen Fehlern, schlägt sich dieser Eindruck ziemlich schnell auf die Verkaufszahlen deines Buches nieder, und Interessierte nehmen Abstand von einem Kauf.

Als Lektorin und als passionierte Leserin tut mir so eine Beobachtung im Herzen weh, denn dein eigentliches Ziel gerät komplett in den Hintergrund. Du kannst bei schlechter Textqualität deines Buches weder den Eindruck als Expertin oder Experte bei deiner potenziellen Kundschaft untermauern, noch verkauft sich dein Buch erfolgreich. Dabei haben die meisten von uns so wichtige und gefragte Botschaften in die Welt zu tragen. Und wie könnte das besser funktionieren als mit einem professionellen Expertenbuch?

Das ist auch der Grund dafür, dass selbst Texter:innen, Journalist:innen und erfahrene Buchautor:innen stets mit Lektor:innen zusammenarbeiten. Auch wenn du selbst sehr viel schreibst, dich richtig gut mit Rechtschreibung und Kommasetzung auskennst, bleibt der Effekt des blinden Flecks nicht aus. Je besser du deinen eigenen Text kennst, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass dir Fehler noch auffallen. Gehirn und Auge sehen das, was sie kennen und sehen wollen, nicht aber immer das, was tatsächlich auf dem Papier oder dem Bildschirm steht. Das hat absolut nichts damit zu tun, ob du sprachlich fit bist oder nicht. Auch ich als Lektorin lasse Texte, die ich veröffentliche, stets von zwei frischen Augen gegenlesen.

Darum empfehle ich allen (angehenden) Autor:innen mit hohem Qualitätsanspruch, immer ein Buchlektorat einzuplanen und an dieser Investition nicht zu sparen. Sie zahlt sich in Form einer begeisterten Leserschaft aus und bringt dir zunächst über Empfehlungen weitere Buchumsätze sowie idealerweise in der Folge neue Kundschaft für dein Kernbusiness, die du von deiner professionellen und kompetenten Arbeitsweise nicht mehr überzeugen musst. Denn das hat dein Expertenbuch schon für dich erledigt.

Gastautorin

Mein Name ist Isabelle Romann, und ich bin Lektorin für Fach- und Sachbücher sowie Buchmentorin. Meine Leidenschaft ist es, dir als Autor:in Sicherheit zu geben und dich zu ermutigen, deine Geschichten, deine Erfahrung und dein Wissen in einem eigenen Buch in die Welt zu bringen und damit andere zu inspirieren. Mir ist wichtig, dass du am Ende einer oft langen Schreibreise stolz darauf sein kannst, dein Buch in den Händen zu halten.

Isabell Romann

Isabelle Romann
www.isabelle-romann.de 

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Buchstäbliche Grüße

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